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Geschichte der Sozialstation

Dem hl. Franziskus bis heute verpflichtet -

Die Sozialstation als Institution christlicher Nächstenliebe

Am 13. März 1977 haben die damaligen zehn katholischen Kirchengemeinden der Stadt Burladingen die Sozialstation St. Franziskus gegründet. Es war der erste Verein im Stadtgebiet von Burladingen, welcher Dienste für das gesamte Stadtgebiet von Burladingen anbot.

Der damalige Pfarrer Edwin Höll aus Salmendingen und der damalige Bürgermeister Peter Höhnle haben sich um die Gründung der Sozialstation besonders bemüht. Sie haben den damaligen Strukturwandel in der Alten- und Krankenpflege erkannt und sich um eine Lösung für die Zukunft eingesetzt.

Nicht in allen Gemeinden der Stadt Burladingen gab es damals eine Schwesternstation mit Ordensschwestern. In der Regel war eine solche Schwesternstation mit einer Kinderschwester für den Kindergarten und einer Krankenschwester besetzt. Die Krankenschwester kümmerte sich um die Alten und Kranken Menschen in einer Gemeinde.

Mitte der 1970er Jahre war festzustellen, dass der Neueintritt in die christlichen Ordensgemeinschaften stark zurückging. Somit war klar, dass die Ordensgemeinschaften keinen Ersatz für die alt gewordenen Schwestern in den vielen Schwesternstationen schicken konnten. Die bedeute für die Pfarrgemeinden, dass sie nach einer neuen Lösung für die Alten- und Krankenpflege in ihren Gemeinden zu suchen hatten, da mit dem Abzug der Krankenschwestern kein Ersatz von der Ordensgemeinschaft zu erwarten war.

In den 1970er Jahren kam es in der ganzen Erzdiözese Freiburg zu Gründungen von kirchlichen Sozialstationen. So eben auch in der Stadt Burladingen. Da die Bewohner Burladingens überwiegend katholisch sind, wurde eine katholische Sozialstation gegründet. Die damaligen noch selbständigen katholischen Kirchengemeinden der Stadt haben sich für die Trägerschaft der Sozialstation in Vereinsform entschieden. Diese katholischen Kirchengemeinden sind die ordentlichen Mitglieder der Sozialstation. Die Delegierten der Kirchengemeinden wählen den Vorstand des Vereins. Der Vorstand ist gegenüber den Delegierten zur Rechenschaft über seine Tätigkeit verpflichtet.

Der Tätigkeitsbereich der Sozialstation ist auf das Stadtgebiet von Burladingen beschränkt. Die Sozialstation gehört zum Dachverband des Caritasverbandes der Erzdiözese Freiburg und zum Caritasverband des Dekanates Zollern.

In den Gemeinden der Stadt Burladingen, in denen Ordensschwestern tätig waren, gab es einen Krankenpflegeverein. Die Mitglieder dieser Krankenpflegevereine wurden als Fördermitglieder in die Sozialstation St. Franziskus übernommen. In den Gemeinden, in denen es keine Krankenpflegevereine gab, wurde vor allem von den damaligen Pfarrgemeinderäten neue Fördermitglieder für die Sozialstation geworden. Zur Gründungszeit waren es über 2000 Fördermitglieder. Im Jahr 2018 sind es gerade noch 1350 Fördermitglieder. Die älteren Fördermitglieder sterben und die Bereitschaft, als Fördermitglied die Arbeit der Sozialstation zu unterstützen, hat abgenommen. Ohne die Beträge der Fördermitglieder könnte die Sozialstation manchen Dienst nicht erbringen. Über neue Fördermitglieder freut man sich bei der Sozialstation.

Im Oktober 1977 startete die Sozialstation ihre Dienste. In der ehemaligen Lehrerwohnung bei der St. Georgskirche, einem Gebäude der Stadt Burladingen, waren die Geschäftsräume der Sozialstation bis zum Neubau der Geschäftsräume 1996 in der Josengasse untergebracht. Die Stadt Burladingen verzichtete für die Nutzung des Gebäudes bei der Georgskirche auf Miete.

Als erste Pflegedienstleiterin der Sozialstation konnte Sr. Aleidis von den Franziskanerinnen von Erlenbad gewonnen werden. Sie hatte die sicherlich nicht einfache Aufgabe, die bisherigen in der Krankenpflege tätigen Ordensschwestern mit den nun von der Sozialstation eingestellten weltlichen Krankenschwestern und Altenpflegerinnen in ein Team zu integrieren. Nach und nach schieden die Ordensschwestern altersbedingt aus den Diensten der Sozialstation aus. Heute sind keine Ordensleute mehr in der Sozialstation tätig.

Die Einführung der staatlichen Pflegeversicherung im Jahr 1995 hat das Aufgabenfeld der Sozialstation verändert. Es musste z. B. der Wochenenddienst eingeführt und eine Rufbereitschaft rund um die Uhr eingerichtet werden. Die Kassenführung musste auf die kaufmännische Buchführung umgestellt werden.

Nach dem Sozialgesetzbuch XI haben die Versicherten der Pflegeversicherung einen Rechtsanspruch auf ambulante Pflege. Der Staat hat dafür zu sorgen, dass die Versicherten diesen Rechtsanspruch einlösen können. So übernimmt die kirchliche Sozialstation Aufgaben des Staates. Über das breite Angebot von weiteren Dienstleistungen der Sozialstation im Rahmen der Sozialgesetzgebung können sie sich auf dieser Homepage informieren.

Auch die Christengemeinde von Burladingen kann stolz auf die Einrichtung der Sozialstation sein.

Die Dienste der Sozialstation stehen nicht in Konkurrenz zu den vielen ehrenamtlichen Diensten der Pfarrgemeinde für die Alten und Kranken. Die Sozialstation leistet den „professionellen“ Geschwisterdienst, welchen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht leisten können.

Die Sozialstation ist ein wichtiger Ort, eine wichtige Einrichtung, wo die Leute mit ihren Anliegen hinkommen, eine Not vorbringen. Die Sozialstation versucht dann die Nöte dieser Menschen zu lindern. Das ist der eigentliche Sinn der Kirche, dass sie der Not der Welt aufhilft. Es ist wichtig zu wissen, dass es andere Glaubende gibt zu denen sie gehen können und um Hilfe und Rat fragen können. Nur so können Menschen erfahren, dass Gott hilft und die Gebete erhört werden.

Nach dem Neubau des Geschäftsgebäudes im Jahr 1996/97 verbesserte sich die Raumsituation für die Sozialstation. Anfangs verlieh man noch allerlei Pflegehilfsmittel. Über 30 Pflegebetten wurden an die Patienten ausgeliehen. Durch die veränderte Rechtslage musste dieser Dienst eingestellt werden. Heute können die Pflegehilfsmittel von den Sanitätshäusern ausgeliehen werden.

Damit man den Patienten den Dienst „Essen auf Räder“ anbieten konnte schloss man im Jahr 2008 einen Kooperationsvertrag mit der Firma Apetito ab. Seit dieser Zeit liefert die Sozialstation täglich Mittagessen an ihre Patienten.

Schon seit längerer Zeit hat die Sozialstation für den Hausnotruf eine Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst. Auf Wunsch des Patienten kann die Sozialstation in die Anrufliste bei Notfällen aufgenommen werden.

Als die Sozialgesetzgebung die Einrichtung von Betreuungsgruppen für Menschen mit eingeschränkter Alltageskompetenz förderte, hat die Sozialstation eine „Seniorenstube“ eingerichtet. An zwei Nachmittagen wurden bis zu 12 Personen in den Räumen in der Josengasse betreut. Ehrenamtliche Helferinnen versorgten unter Aufsicht einer Pflegefachkraft die Besucher dieser Einrichtung.

Zum Jahresbeginn 2017 hat die Sozialgesetzgebung die Rahmenbedingungen für die Tagespflege stark verbessert. Da es diesen Dienst bisher in Burladingen nicht gab, hat man lange bei der Sozialstation beraten und überlegt, wie man diesen Dienst für die Menschen in Burladingen anbieten könnte. Im Oktober 2017 konnte dann im 1. Obergeschoss im Gebäude in der Josengasse mit einer Tagespflege mit 12 Plätzen begonnen werden. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen.

Mittlerweile ist das Gebäude in der Josengasse sehr stark ausgelastet. Es wird eine Aufgabe für die nähre Zukunft sein, neue Geschäftsräume für die umfangreichen Tätigkeiten der Sozialstation zu erschließen.

Nicht alle gesetzlich möglichen Dienste kann die Sozialstation anbieten. Für die Palliativpflege (Fachausdruck für eine lindernde Behandlung im Gegensatz zur heilenden oder vorbeugenden Behandlung) der Patienten arbeitet die Sozialstation eng mit dem Sozialwerk Hechingen zusammen.

Weitere Kooperationspartner der Sozialstation finden Sie auf dieser Homepage.

Info: Namenspatron der Sozialstation St. Franziskus 

 

Hinweis:

Der Zeitungsartikel vom 04.10.1977 berichtet über die Feier zum Start der Arbeit der Sozialstation. In der ersten Reihe sieht man die damaligen Ordensschwestern, die im Stadtgebiet von Burladingen tätig waren. 

 

Zeitungsartikel von 1977:

1977 10 04 HZ Gründung 1 

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