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2019-05 Mitgliederversammlung - Hörschwag

2019-05 Mitgliederversammlung - Hörschwag

Geschäftsführer, Vorsitzender und Buchalter legten beeindruckende Zahlen vor. Doch der Jahresgewinn ist minimal. 

Die Botschaft ist seit Jahren nahezu dieselbe, einerseits erfreulich, andererseits besorgniserregend. Die Sozialstation St. Franziskus Burladingen, so hörten die Delegierten und die Mitglieder bei der Hauptversammlung im Hörschwager Bürgerhaus einmal mehr, gedeiht! Die Zahl der Patienten, der Mitarbeiter und der täglichen Hausbesuche wächst.

Doch genauso bewegt sich die Finanzierung der Station Jahr für Jahr hart am Rand. Den Großteil finanzieren die Krankenkassen, doch ohne Mitgliedsbeiträge, ohne Spenden von Privaten, von der Stadt und der Kirche und ohne zahlreiche freiwillige Leistungen des Personals könnten viele Dienste der Station in der jetzigen Form nicht aufrecht erhalten werden.

Wie Geschäftsführer Bernd Flad in seinem Rechenschaftsbericht darlegte, betreute man im Jahr 2018 in der Gesamtstadt 589 Patienten, das sind 65 mehr als im Vorjahr. An Hausbesuchen verzeichnete Flad 73 839 – somit 5700 mehr als 2017 und über drei Mal so viel wie im Jahr 2001. Damals waren die Schwestern 23 428 Mal unterwegs.

32 Stellen und 90 Mitarbeiter

Vom Start weg großen Zulaufs erfreute sich die neu eingerichtete Tagespflege der Station. Man registrierte bei zwölf momentan vorhandenen Plätzen insgesamt 2600 Besuche in der Josengasse.

Entsprechend diesem Wachstum musste Personal eingestellt werden, nach letztem Stand arbeiten (bei 32 Stellen) 87 Personen und drei Auszubildende für die Einrichtung. Davon sind 84 Mitarbeiter in der Pflege und Hauswirtschaft tätig und sechs in der Verwaltung. Offenkundig eine starke Truppe. Doch wie Flad anmerkte, stoße sie aufgrund des wachsenden Arbeitsaufkommens eben doch immer wieder an die Grenzen der Belastbarkeit.

Pflegedienstleiterin Susanne Zimmermann ließ das Jahr aus ihrer Sicht Revue passieren und machte auf das Beratungsangebot ihres Hauses aufmerksam. Es existiere eine unglaublich große Zahl von Hilfsangeboten, Zuschüssen sowie Finanzierungen seitens der Krankenkassen, die pflegende Angehörige in Anspruch nehmen könnten. Der Laie habe jedoch kaum eine Chance, dieses Angebot zu überblicken. Viele würden zudem beim Ausfüllen der Anträge scheitern. Von daher bot Zimmermann die Expertenhilfe der Station an. „Fragen Sie uns. Wir versuchen immer, die beste Möglichkeit herauszufinden und herauszuholen.“

Buchhalter Heinrich Ott legte die Jahresbilanz offen. Der Gesamtumsatz betrug demnach 1,8 Millionen Euro, wobei von dieser Summe allein 85 Prozent auf die Personalkosten der Station entfielen. Unterm Strich blieb der Station ein Gewinn von 1200 Euro.

An Mitgliedsbeiträgen nahm man 28 200 Euro ein, somit 1000 Euro weniger als 2017. An Spenden erhielt man die ungewöhnlich hohe Zahl von 21 200 Euro.

Weitere Ausgaben: Für Umbaumaßnahmen flossen 16 000 Euro vom Konto, in die Ausstattung der Einrichtung wurden 16 500 Euro investiert und 53 000 Euro gab man aus, um ein Nachbargrundstück mitsamt dem zugehörigen Gebäude in der Josengasse zu erwerben. Das Haus, sagte später Vorsitzender Jakob Nadler, soll bei kommender Gelegenheit abgerissen werden. Was dort an seiner Stelle erstehen soll, sei indessen noch unklar. Bedarf wäre für vieles vorhanden.

Der Vorsitzende machte mit Blick auf die von Heinrich Ott vorgelegten Zahlen dann nochmals deutlich: Ohne die Zuwendung von Dritten, von Unterstützern und Spendern würde die Sozialstation „rote Zahlen“ schreiben. Oder sie müsste einen Teil ihrer Dienste und Angebote absagen, weil diese zu teuer, sprich durch die Krankenkassen nicht ausreichend finanziell gedeckt wären. „Wir legen bei vielen Dingen drauf““, drückte er es auf gut Schwäbisch aus. Warum man das tut und nicht klagt, solange die Mittel vorhanden sind, führte Nadler ebenfalls aus. „Wir sind von unserer Größe her ein Betrieb“, hatte er mit Blick auf den Umsatz und das Personal gesagt. Man sei jedoch, das betonte er an dieser Stelle, kein Wirtschaftsunternehmen, das Profit zu erwirtschaften habe. Vielmehr versehe man einen christlich-karitativen Auftrag. Namens der Station bedankte sich der Vorsitzende bei den Unterstützern und Spendern, die es ermöglichen, diesen Auftrag zu erfüllen.

Dem Dank schloss sich Pfarrer Konrad Bueb in seinem Grußwort an und wünschte den Mitarbeitern für die Zukunft Kraft und Stärke.

Die Entlastung des Vorstands durch die Delegierten erfolgte einstimmig. Geehrt wurden an dem Abend Irmgard Mauz, die seit 20 Jahren als Altenpflegerin für die Station arbeitet. Außerdem Martin Steier, der als Krankenpflege ebenfalls vor 20 Jahren seinen Dienst in St. Franziskus antrat – „als erster Mann im Team“, wie Susanne Zimmermann anmerkte.

Allerdings war Steier an dem Abend verhindert und erhält seine Ehrung nachgereicht. Alle ihre anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedachte die Pflegedienstleiterin mit einer Rose.

Zeitungsbericht

Mitgliederversammlung 2019

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